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The Snow Child (Das Schneemädchen) von Eowyn Ivey [Rezension]

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The Snow Child eBook Cover

The Snow Child auf meinem eBook Reader

Titel: The Snow Child

Deutscher Titel: Das Schneemädchen

Autorin: Eowyn Ivey

Reihe: keine, Einzelband

Inhalt:

Ein altes, eheloses Ehepaar zieht in den 1920er Jahren nach Alaska, um dort ein neues Leben zu beginnen. Eines Tages bauen die beiden ein Kind aus Schnee, das am nächsten Morgen verschwunden ist. Dafür taucht plötzlich ein Mädchen in den Wäldern auf, das den Schal des Schneemädchens trägt – ist das Schneekind lebendig geworden oder gibt es doch eine andere Erklärung?

Rezension:

The Snow Child, hierzulande als Das Schneemädchen erschienen, ist das Erstlingswerk von Eowyn Ivey. Die Autorin, die selbst in Alaska aufgewachsen ist und immer noch dort lebt, wurde von ihrer Mutter nach Eowyn aus dem Herrn der Ringe benannt. Deshalb könnte man annehmen, dass es sich bei The Snow Child um eine reine Fantasy-Geschichte handelt – dem ist aber leider nicht so.

Anfangs ist die Handlung noch recht spannend. Wir lernen den  Alltag des Ehepaars Jack und Mabel auf ihrer Farm in Alaska kennen und fragen uns mit den beiden, ob das Schneemädchen real ist oder ob es nur in der Vorstellung der beiden existiert. Leider wird diese Frage viel zu schnell beantwortet und entmystifiziert. Der Roman ist in drei Teile geteilt, wobei der erste und zweite Teil sehr interessant und teilweise auch spannend sind. Der dritte Teil enthält dann eine klischeehafte, durch und durch vorhersehbare Liebesgeschichte, die in keinster Weise spannend ist und nichts mehr mit dem anfangs fast poetischen Ton der Geschichte zu tun hat. Auch die Frage, ob das Schneemädchen nun real ist oder nicht, wird immer wieder aufgeworfen, wirkt nach der Hälfte des Romans aber fehl am Platz und ist vollkommen überflüssig, da der Leser ja schon weiß, was es mit dem Mädchen auf sich hat.

Fazit

Wer eine spannende Fantasy-Geschichte erwartet, der sollte sich vom Namen der Autorin und dem interessanten Klappentext des Buches nicht in die Irre führen lassen. Das Buch enthält kaum Fantasy-Elemente und alles, was nach Fantasy aussieht, lässt sich anders interpretieren und rational erklären. Wer sich für das Leben in Alaska vor rund 100 Jahren interessiert, der wird an diesem Buch sicher seine Freude haben, allen anderen kann ich nur davon abraten. Schade, ich hatte mehr erwartet, weil die Grundidee des Romans wirklich sehr interessant ist und man daraus sicher mehr hätte machen können.

Wertung: 2/5

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